Komplexe Hernien

Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten mit gro­ßen kom­ple­xen Her­ni­en haben häu­fig bereits einen län­ge­ren Lei­dens­weg hin­ter sich. Oft sind sie bereits mehr­fach an der glei­chen Her­nie ope­riert wor­den oder haben auf­grund von kom­pli­zier­ten Bauch­ope­ra­tio­nen meh­re­re Wie­der­ho­lungs­ope­ra­tio­nen hin­ter sich. Mein jah­re­lan­ger Umgang mit kom­ple­xen Bauch­wand­brü­chen hat eine sehr hohe Spe­zia­li­sie­rung in der Ver­sor­gung kom­pli­zier­ter und unge­wöhn­lich loka­li­sier­ter Her­ni­en erreicht.

Der Ein­satz von Botox und die erfor­der­li­chen spe­zi­el­len Ope­ra­ti­ons­ver­fah­ren set­zen eine hohe Erfah­rung im Umgang mit die­sen Tech­ni­ken vor­aus. Nur der täg­li­che Umgang gewähr­leis­tet hier gute Ergeb­nis­se. Ziel ist hier­bei immer die Wie­der­her­stel­lung einer kor­rek­ten Bauch­wand.

Botox zur präoperativen Behandlung

Bei sehr gro­ßen oder kom­ple­xen Nar­ben­bruch-Ope­ra­tio­nen ist eine Infil­tra­ti­on der seit­li­chen Bauch­wand mit Botox sinn­voll. Die­se trägt zur Ent­span­nung der Mus­keln bei und ermög­licht dadurch deren bes­se­re Stre­ckung wäh­rend der Ope­ra­ti­on. Die gro­ße Bruch­öff­nung in der Bauch­wand kann auf die­se Wei­se span­nungs­frei ver­schlos­sen wer­den, häu­fig ohne wei­te­res Auf­tren­nen der schrä­gen Bauch­mus­keln.


Posteriore Komponentenseparation

Der kom­ple­xe Begriff „pos­te­rio­re Kom­po­nen­ten­se­pa­ra­ti­on“ bezeich­net ein ope­ra­ti­ves Vor­ge­hen. Hier­bei fin­det kei­ne Deh­nung der Mus­ku­la­tur und Fas­zi­en statt, son­dern eine geziel­te Auf­tei­lung bzw. Auf­tren­nung der­sel­ben um die benö­tig­te Flä­che an Gewe­be zum Ver­schluss einer Her­nie zu mobi­li­sie­ren.

Fasziotensverfahren

Auch die­ses Ver­fah­ren fin­det Ein­satz in der Ver­sor­gung kom­ple­xer Her­ni­en. Hier­bei wird wäh­rend der Ope­ra­ti­on ein Zug­ver­fah­ren am Gewe­be durch­ge­führt um den ange­streb­ten Ver­schluss der Bauch­wand zu errei­chen.