Bauchwandbruch-OP in MILOS-Technik
Minimalinvasive Versorgung von Bauchwandhernien mit dem innovativen MILOS-Verfahren. Weniger Schmerzen, schnellere Genesung, exzellente Langzeitergebnisse – entwickelt und perfektioniert in Hamburg.
Eine Bauchwandhernie (Bauchwandbruch) entsteht, wenn Gewebe oder Organe durch eine Schwachstelle oder Lücke in der Bauchwand nach außen treten. Häufig zeigt sich eine sicht- oder tastbare Vorwölbung, die bei körperlicher Anstrengung, Husten oder Pressen zunimmt.
Die Ursachen sind vielfältig: angeborene Bindegewebsschwäche, erhöhter Bauchinnendruck, Übergewicht, frühere Bauchoperationen oder auch Schwangerschaft. Ohne Behandlung vergrößern sich Hernien meist und können zu ernsthaften Komplikationen wie einer Einklemmung (Inkarzeration) führen.
Eine Bauchwandhernie kann nur durch eine Operation dauerhaft geheilt werden. Konservative Maßnahmen wie Bruchbänder können das mechanische Problem nicht lösen. Entscheidend sind die Wahl der richtigen OP-Technik und die Erfahrung des Chirurgen.
Nabelbruch
Bruch im Bereich des Bauchnabels – eine der häufigsten Hernienformen bei Erwachsenen
Narbenbruch
Entsteht an Narben nach früheren Bauchoperationen (Narbenhernie)
Epigastrische Hernie
Bruch oberhalb des Nabels in der Bauchwand-Mittellinie (Linea alba)
Rektusdiastase
Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln, häufig nach Schwangerschaft
Sichtbare Vorwölbung
Eine weiche, sicht- oder tastbare Beule an der Bauchwand, die sich beim Pressen oder Husten vergrößert und im Liegen oft zurückgeht.
Schmerzen & Ziehen
Dumpfe Schmerzen oder ein Druckgefühl im Bereich der Bauchwand, besonders bei körperlicher Belastung oder langem Stehen.
Zunehmende Größe
Unbehandelte Hernien vergrößern sich stetig. Je früher die Behandlung, desto schonender und erfolgreicher der Eingriff.
Verdauungsbeschwerden
Bei größeren Hernien können Übelkeit, Verstopfung oder ein Fremdkörpergefühl im Bauchraum auftreten.
Funktionelle Einschränkungen
Schwierigkeiten beim Sport, Heben oder bei alltäglichen Bewegungen. Viele Patienten vermeiden unbewusst bestimmte Aktivitäten.
Kosmetische Belastung
Die sichtbare Vorwölbung kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und zu einem hohen Leidensdruck führen.
Achtung – Notfall bei Einklemmung: Plötzliche starke Schmerzen, Rötung der Vorwölbung, Übelkeit und Erbrechen können auf eine eingeklemmte Hernie hinweisen. Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe! Eine Inkarzeration erfordert eine Notoperation.
MILOS steht für MIni or Less Open Sublay – ein Hybridverfahren, das die minimalinvasive Netzeinlage außerhalb der Bauchhöhle ermöglicht. Das Verfahren wurde 2009 im chirurgischen Team im Krankenhaus Groß-Sand entwickelt und international etabliert.
Bei herkömmlichen minimalinvasiven Verfahren wird das Kunststoffnetz innerhalb der Bauchhöhle platziert, wo es mit den Darmschlingen in Berührung kommen und zu Verwachsungen, Schmerzen und Komplikationen führen kann.
Die MILOS-Technik löst dieses Problem: Über einen kleinen Schnitt von ca. 3-5 cm wird das Netz mithilfe endoskopischer Instrumente in die günstigste Schicht zwischen Bauchfell und tragender Bauchwand eingesetzt – das Netz kommt nicht mit den inneren Organen in Berührung.
Eine Variante ist das eMILOS-Verfahren (endoskopische MILOS), bei dem der Raum zwischen Bauchfell und Bauchwand mit CO2-Gas aufgefüllt wird. Beide Varianten sind für Patient:innen gleichermaßen schonend.
Warum MILOS?
Die im renommierten Journal Annals of Surgery (2018) publizierte Studie mit über 600 Narbenhernien bestätigte: MILOS zeigt signifikant weniger Komplikationen, chronische Schmerzen und Wiederholungsbrüche als herkömmliche Verfahren.
Die aktuellen 5-Jahres-Ergebnisse unterstreichen dies eindrucksvoll: Schmerz- und Wiederholungsbruchraten von jeweils unter 2 Prozent.
Minimalinvasive Schnitte
Kleine Hautschnitte von ca. 3-5 cm statt großer offener Zugänge. Weniger Gewebetrauma, bessere Kosmetik.
Netz außerhalb der Bauchhöhle
Das Kunststoffnetz wird extraperitoneal platziert – kein Kontakt mit Darm oder inneren Organen.
Keine Tacker oder Klammern
Zur Fixierung sind keine Klammern oder Tacker nötig – deutlich geringeres Risiko für Nervenschäden und Schmerzen.
Weniger Schmerzen
Studien belegen hochsignifikant weniger akute und chronische Schmerzen im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren.
Optimale Wiederherstellung
Anatomiegeechter Verschluss der Bruchlücke über dem korrekt positionierten Netz – für volle Bauchwandfunktion.
Extrem niedrige Rezidivrate
Wiederholungsbruchrate von unter 2% nach 5 Jahren – wissenschaftlich nachgewiesen und dokumentiert.
Sprechstunde & Diagnose
Ausführliches Erstgespräch mit Untersuchung und dynamischer Ultraschalldiagnostik. Gemeinsame Besprechung der Befunde und Behandlungsoptionen.
OP-Planung
Individuelle Festlegung der optimalen OP-Technik (MILOS/eMILOS) anhand Größe, Lage und Ausprägung der Hernie – maßgeschneidert für Sie.
Operation
Minimalinvasiver Eingriff in MILOS-Technik unter Vollnarkose. Stationärer Aufenthalt in der Regel 2–3 Tage in einer Partnerklinik in Hamburg.
Nachsorge & Genesung
Regelmäßige Kontrolltermine. Sofortige Aufnahme der Alltagstätigkeiten, leichte sportliche Tätigkeiten nach 1–2 Wochen, Sport nach 4–6 Wochen, volle Belastbarkeit nach 6-8 Wochen.
Dr. med. Çiğdem Berger
Erfahrung, die zählt
Als Fachärztin für Allgemein- und Viszeralchirurgie ist Dr. med. Çiğdem Berger hochspezialisierte Hernienchirurgin – Mitentwicklerin des MILOS-Verfahrens.
Größte Erfahrung in der MILOS-Technik. Diese einzigartige Erfahrungsdichte garantiert Ihnen eine Behandlung auf höchstem Niveau mit wissenschaftlich belegten, hervorragenden Ergebnissen.
Dr. Berger legt besonderen Wert auf eine ausführliche, persönliche Beratung. Jede Behandlung wird individuell geplant – abgestimmt auf Ihre spezifische Diagnose, Ihre Vorerkrankungen und Ihre persönlichen Bedürfnisse.
Im Rahmen der Herniamed-Qualitätssicherungsstudie werden alle Operationen langfristig nachverfolgt, um die hohen Qualitätsstandards kontinuierlich zu bestätigen und weiterzuentwickeln.
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Wir nehmen uns Zeit für Sie – telefonisch oder direkt online über Jameda. Kassen- und Privatpatient:innen willkommen.